Mein Heimserver Teil 1: Der Status quo

Wie viele Heim-Administratoren betreibe ich bei mir zu Hause einen eigenen Server. Dessen primärer Zweck ist die Vorhaltung großer Datenmengen für mein Heimnetzwerk. Diese Daten sind oftmals von großem persönlichen Wert und sind deshalb sehr schützenswert. Stichwort Backup! Bisher fahre ich hier eine sehr simple Strategie, die ich in diesem ersten Artikel beschreiben möchte.
In Teil 2 wird es dann darum gehen, dass ich am Limit des mir zur Verfügung stehenden Platzes angekommen bin. An dieser Stelle könnte ich jetzt einfach zusätzliche Platten kaufen, weitere SATA Anschlüsse und 3,5 Zoll Schächte im Gehäuse sind vorhanden, aber ich dachte an eine alternative Möglichkeit. Deshalb habe ich mich entschieden meine Daten in sensible und weniger sensible Daten einzuteilen. Die Summe aller Daten soll dann durch SnapRAID gesichert werden. Nur noch die sensiblen Daten werden zukünftig mit Bvckup 2 auf einen zweiten PC kopiert. Durch die Ergänzung von SnapRAID in meinem Konzept, werden diese weniger sensiblen Daten zukünftig erheblich weniger Platz wegnehmen als bisher.

Mein Heimserver

Bezeichnung Bauteil Geizhals
Gehäuse Antec Mini P180 schwarz https://geizhals.de/319625
Mainboard Intel DH87RL https://geizhals.de/954663
CPU Intel Core i5-4570, 4x 3.20GHz https://geizhals.de/953913
Arbeitsspeicher Kingston ValueRAM DIMM Kit 16GB, DDR3-1600 https://geizhals.de/799052
CPU Lüfter EKL Alpenföhn Brocken 2 https://geizhals.de/912549
Gehäuse Lüfter be quiet! Silent Wings 2 PWM 120mm https://geizhals.de/877395
Netzteil be quiet! System Power 7 300W ATX 2.31 https://geizhals.de/871337
System SSD Kingston SSDNow mS200 120GB, mSATA https://geizhals.de/936480
Daten HDD #1 Western Digital WD Red 3TB, 3.5″, SATA 6Gb/s (WD30EFRX) https://geizhals.de/807343
Daten HDD #2 Western Digital WD Red 3TB, 3.5″, SATA 6Gb/s (WD30EFRX) https://geizhals.de/807343

Leser der PC-Zeitschrift c’t werden den PC als Bauvorschlag der Ausgabe c’t 2/14: Server nach Wunsch wieder erkennen. Der Artikel hat mir damals sehr gut gefallen und mein damaliger Server war zu diesem Zeitpunkt ca. 5 Jahre alt, so dass sich ein Wechsel angeboten hat.

Auf dem Server nutze ich als Betriebssystem Microsoft Windows Server 2012 R2 Standard. Windows Server ist im UEFI Modus exklusiv auf der mSATA SSD installiert. Die beiden Daten HDDs werden über die Software StableBit DrivePool zu einem großen Datenträger zusammengefasst. In den Energieoptionen ist konfiguriert, dass die Festplatten nach 20 Minuten Idle schlafen gehen. Der Heimserver hat im Grunde folgende Aufgaben:

  • Dateiserver
  • MySQL Server
  • Argus TV Server (TV ist gekündigt, kann sich ja keiner mehr angucken den Mist)
  • TeamSpeak 3 Server (Ist auf meinen Ubuntu Server umgezogen)
  • Minecraft Server (Ist auf einen weiteren dedizierten Ubuntu Server umgezogen)

Pooling und Backup

Die Daten, die in den diversen SMB Freigaben auf dem WD Red DrivePool liegen, werden mindestens einmal die Woche von einem zweiten PC gesichert. Ich hatte hier auch anfangs mit Storage Spaces experimentiert, dies aber gleich wieder sein lassen, da hierbei die Platten niemals schlafen gehen. Das würde den Stromverbrauch massiv in die Höhe treiben.

2x 3TB WD Red DrivePool
2x 3TB WD Red DrivePool

Dieser zweite PC verfügt ebenfalls über 2x 3TB Festplattenspeicher, so dass eine 1:1 Kopie der Daten angefertigt werden kann. Hierbei habe ich mich vor einiger Zeit für Bvckup 2 entschieden. Das Programm ist getreu dem Prinzip Do One Thing and Do It Well programmiert und soll damit laut Aussage des Autors genau folgendes tun: “Bvckup 2 is a _data_ backup software, it operates at the file system level and handles just the files and folders.” Bvckup 2 schafft es die Daten größtenteils mit voller Gigabit Bandbreite zu übertragen. Es sei denn es handelt sich um sehr viele kleine Dateien. Außerdem ist das Programm sehr gut darin nur Daten zu übertragen, die sich wirklich geändert haben. Das umfasst auch einzelne Dateien. Sollte sich nur der Inhalt einer Datei geändert haben, z. B. der Inhalte eines ZIP Archivs, wird auch nur das Delta der Änderungen übertragen.

Außerdem schickt das Programm auf Wunsch sehr gut lesbare E-Mail Reports.

Fazit

In diesem Aufbau habe ich mit sehr einfachen mitteln einen Heimserver für SMB Freigaben aufgebaut. DrivePool gibt mir die Möglichkeit Platten nachzustecken oder auch gezielt zu räumen, sollten sich HDD Parameter wie z. B. SMART verschlechtern. Zusätzlich kann ich über Folder Balancer bestimmte Ordner auf Festplatten festpinnen, so dass immer möglichst nur eine HDD aktiv ist während die andere inaktiv bleibt.

Durch den Einsatz von Bvckup 2 habe ich ein sehr einfaches Backup Werkzeug, welches schnell arbeitet und nicht mehr und nicht weniger tut. Die E-Mail Benachrichtigung hilft mir dabei, das Backup nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Nachteil ist hierbei wie bereits am Anfang erwähnt, dass ich zwar eine vollwertige Kopie meiner Daten habe, dies aber auch mit Kosten beim HDD Kauf verbunden ist.

Author: Marco

Gelernter Fachinformatiker für Systemintegration (2010) CCA für XenServer 5.0 (2009) CCA für XenApp 5.0 (2011) CCA für XenApp 6.5 (2013) CCAA für XenApp 6.5 (2013) CCA für XenDesktop 5 (2013) Dell Wyse ThinOS Select Techniker (2011) Igel Authorized Partner (2009-2014) Intensivkurs “Group Policy Administration” Windows 7, 8.x sowie Windows Server 2008-R2 / 2012-R2 bei NT Systems, Dipl.-Ing. T. Pham (2014) Zu Gast auf der E2EVC Virtualization Conference in Berlin (2015) Zu Gast auf der Citrix Technology Exchange in Berlin (2016) Citrix Certified Associate – Networking (CCA – N) (2016) Citrix Certified Professional – Networking (CCP – N) (2017)

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